Endometriose
 

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft.

Im März, dem Endometriose-Awareness-Monat, möchte ich auf die Herausforderungen aufmerksam machen, die mit dieser Erkrankung einhergehen. Denn Endometriose hat nicht nur körperliche Auswirkungen, sondern auch psychische und emotionale Folgen.

 

Was ist Endometriose?
 

Endometriose ist eine Erkrankung, bei der Gewebe, das dem inneren Bereich der Gebärmutter (Endometrium) ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Dies kann zu starken Schmerzen, insbesondere während der Menstruation, aber auch während anderer Zyklusphasen, führen. Häufige Symptome sind:

  • Schmerzen im Unterbauch und im Beckenbereich (insbesondere während der Menstruation)
  • Schmerzhafter Geschlechtsverkehr
  • Unfruchtbarkeit oder Schwierigkeiten beim Schwangerwerden
  • Müdigkeit und Erschöpfung

Laut einer Studie in Human Reproduction Update ist weltweit etwa jede zehnte Person mit Endometriose betroffen (González et al., 2020). Diese Erkrankung bleibt häufig über Jahre hinweg unerkannt, was die Diagnose erschwert.

 

Was sind die psychischen Folgen von Endometriose?
 

Die Schmerzen und chronischen Beschwerden von Endometriose können schwerwiegende Folgen für die Psyche haben. Menschen mit dieser Erkrankung sind oft von emotionalen Belastungen betroffen, die durch die ständigen Schmerzen und die Ungewissheit über die zukünftige Gesundheit verstärkt werden. Zu den häufigsten psychischen Folgen zählen:

  • Depression und Angststörungen: Chronische Schmerzen und die Ungewissheit über den Krankheitsverlauf erhöhen das Risiko für psychische Erkrankungen. Eine Studie in The Journal of Obstetrics and Gynecology zeigt, dass Menschen mit Endometriose häufiger unter Depressionen leiden (Béranger et al., 2019).
  • Erhöhte Stressbelastung: Die ständigen körperlichen Beschwerden und die daraus resultierende Belastung können zu einem verminderten Selbstwertgefühl und zu Gefühlen der Isolation führen.
  • Beziehungsprobleme: Endometriose kann auch die Partnerschaft und das Sexualleben stark beeinflussen, was zu Konflikten und weiteren emotionalen Belastungen führen kann.

 

Wie kann klinisch-psychologische Beratung und Behandlung beim Umgang mit Endometriose unterstützen?
 

Klinisch-psychologische Beratung und Begleitung bieten einen wichtigen Ansatz, um den psychischen Herausforderungen von Endometriose zu begegnen. Die Diagnose selbst sowie die physischen und emotionalen Belastungen, die mit der Krankheit einhergehen, können durch psychologische Unterstützung besser bewältigt werden. Klinische Psychologinnen und Psychologen bieten:

  • Hilfestellung bei der Entwicklung von Bewältigungsstrategien: Klinisch-psychologische Beratung hilft dabei, gesunde Strategien zu entwickeln, um mit den chronischen Schmerzen und den emotionalen Belastungen besser umzugehen.
  • Kognitive Verhaltenstherapie (CBT): Diese Therapieform hat sich als sehr wirksam erwiesen, um den Umgang mit der Erkrankung und den damit verbundenen psychischen Belastungen zu verbessern.
  • Stressbewältigung und Achtsamkeit: Entspannungstechniken und Achtsamkeitsübungen können dabei helfen, den Körper zu beruhigen und die Symptome zu lindern.

 

Was ist der Nutzen von klinisch-psychologischer Beratung und Behandlung bei Endometriose?
 

Die klinisch-psychologische Beratung und Behandlung bietet zahlreiche Vorteile für Menschen mit Endometriose. Sie hilft nicht nur dabei, die Schmerzen besser zu bewältigen, sondern stärkt auch die psychische Resilienz. Zu den Vorteilen zählen:

  • Erhöhung des emotionalen Wohlbefindens: Klinisch-psychologische Begleitung hilft dabei, emotionale Belastungen zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Schmerzlinderung: Studien zeigen, dass psychologische Interventionen wie CBT und Achtsamkeitstechniken tatsächlich zu einer Reduzierung der chronischen Schmerzen bei Endometriose beitragen können (Schover et al., 2015).
  • Verbesserte Krankheitsbewältigung: Psychologische Behandlung fördert das Verständnis für die Erkrankung und stärkt das Gefühl der Kontrolle, was zu einer besseren Anpassung an die Situation führt.

 

Erkennst du dich wieder, und möchtest Strategien im Umgang mit Endometriose für dich finden?

 

Dann melde dich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch. Du bist nicht allein.

 

Quellen und weiterführende Literatur:

  • Bennett, C., & Griffiths, J. (2022). The Role of Psychological Support in Women with Endometriosis: A Review of Current Practice and Future Directions. BMC Women’s Health, 22(1), 152.
  • Béranger, C., et al. (2019). Psychological and Psychosocial Impact of Endometriosis on Women. The Journal of Obstetrics and Gynecology, 39(6), 471–476. https://doi.org/10.1016/j.jogc.2019.03.019
  • González, F., et al. (2020). Endometriosis: An Overview of Current Concepts in Pathogenesis and Therapy. Human Reproduction Update, 26(3), 197–218. https://doi.org/10.1093/humupd/dmz062
  • Jung, M., & Weidner, M. (2021). Psychological Interventions for Endometriosis: A Systematic Review. Journal of Psychosomatic Obstetrics & Gynecology, 42(4), 317–324.
  • Meuleman, C., et al. (2020). Psychological Impact of Endometriosis on the Quality of Life: A Review. European Journal of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology, 249, 12-20.
  • Schover, L. R., et al. (2015). Psychological Impact of Endometriosis on Women. Journal of Reproductive Medicine, 60(4), 195-203. https://doi.org/10.1002/ejp.623
  • Yüce, A. Y., & Yılmaz, M. T. (2023). The Role of Psychotherapy in Managing Endometriosis-related Chronic Pain and Psychological Distress. Pain Medicine, 24(2), 385–391.

 

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