Emetophobie - Angst vor Übelkeit
Was ist das und wie erkennst du, ob du betroffen bist?
 

Was ist Emetophobie?
 

Emetophobie ist die Angst vor Übelkeit und Erbrechen. Das bedeutet, dass Menschen mit dieser Phobie oft intensive Sorgen oder Ängste haben, selbst erbrechen zu müssen oder dass andere in ihrer Nähe erbrechen. Diese Angst kann so stark werden, dass sie den Alltag beeinträchtigt und dazu führen, dass Betroffene bestimmte Situationen meiden, in denen sie das Gefühl haben könnten, dass sie selbst Erbrechen könnten (zB. in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei bestimmten Nahrungsmitteln).

 

Wie merkst du, dass du von Emetophobie betroffen sein könntest?
 

Wenn du eine übermäßige Angst vor Übelkeit oder Erbrechen hast, die regelmäßig deinen Alltag beeinflusst, könntest du an Emetophobie leiden. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Ständiges Grübeln über die Möglichkeit zu erbrechen
  • Intensive Sorgen, dass andere Menschen erbrechen könnten
  • Vermeidung von Orten oder Aktivitäten, bei denen du Übelkeit oder Erbrechen befürchtest
  • Körperliche Symptome wie Zittern, Herzrasen oder Übelkeit, wenn du an Erbrechen denkst oder es siehst
  • Häufige Kontrolle von Nahrungsmitteln, Getränken oder deiner Umgebung, um sicherzugehen, dass nichts „verunreinigt“ ist oder zu Übelkeit führt

 

Was sind die Folgen von unbehandelter Emetophobie?
 

Unbehandelt kann Emetophobie ernsthafte Auswirkungen auf dein Leben haben.
Menschen mit dieser Phobie meiden oft Situationen, die für andere völlig normal sind (zB. Essen in einem Restaurant oder Reisen). Diese Vermeidung kann zu sozialer Isolation, einer schlechten Lebensqualität und sogar zu Depressionen oder anderen Angststörungen führen. In einigen Fällen kann Emetophobie auch zu körperlichen Gesundheitsproblemen führen, da Betroffene beginnen, bestimmte Nahrungsmittel zu meiden oder ihr Essverhalten drastisch verändern, was zu Mangelernährung führen kann.

 

Was ist der Nutzen einer Behandlung von Emetophobie?
 

Die gute Nachricht ist: Emetophobie kann behandelt werden!

 

Eine Behandlung, nämlich die kognitive Verhaltenstherapie, hat sich als sehr effektiv gezeigt. Durch die Behandlung lernst du, deine Ängste besser zu verstehen und zu bewältigen. Du wirst darin geschult, deinen Gedanken und Ängsten mit gesunden, positiven Strategien zu begegnen. Die Behandlung hilft dir, deine Ängste zu überwinden und wieder mehr Freude am Leben zu haben. Du wirst in der Lage sein, Situationen, die du zuvor gemieden hast, ohne Angst zu erleben und ein selbstbestimmteres Leben zu führen.

 

Fazit
 

Emetophobie ist eine ernsthafte Angststörung, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann.

 

Wenn du Symptome dieser Phobie erkennst, ist es wichtig, nicht zu zögern und dir Unterstützung zu holen. Eine frühzeitige Behandlung kann dazu beitragen, dass du wieder ein erfülltes Leben führen kannst, ohne von der Angst vor Übelkeit und Erbrechen beherrscht zu werden.

 

Erkennst du dich wieder, und möchtest deine Angst überwinden? Dann melde dich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch. Du bist nicht allein.

 

Quellen und weiterführende Literatur:

  • Baldwin, C., & Lee, H. (2023). Comorbidity in anxiety disorders: Emetophobia and social phobia. Clinical Psychology Review, 41, 35-42.
  • Kumar, P., et al. (2024). Virtual reality exposure therapy for emetophobia: A pilot study. Behaviour Research and Therapy, 151, 104071.
  • McNally, R. J. (2002). The course and treatment of anxiety disorders. Psychological Bulletin, 128(5), 784-815.
  • Olatunji, B. O., Williams, N. L., & Tolin, D. F. (2006). The role of fear and disgust in the pathogenesis of emetophobia. Journal of Anxiety Disorders, 20(3), 334-348.
  • Rosenbaum, A., et al. (2023). Long-term outcomes of cognitive-behavioral therapy for emetophobia: A follow-up study. Journal of Anxiety and Stress, 37(5), 394-401.
  • Santos, G. R., et al. (2022). Cognitive distortions in emetophobia: Effects of cognitive-behavioral therapy. Journal of Anxiety Disorders, 82, 102397.
  • Tolin, D. F., et al. (2021). Genetic and neurobiological risk factors for specific phobias. Journal of Clinical Psychiatry, 82(4), 380-387.
  • Thompson, A. P., et al. (2023). Childhood trauma and the development of emetophobia: A retrospective analysis. Journal of Clinical Psychology, 79(2), 125-137.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.